Liebe Glaubensgeschwister, zunächst darf ich euch auf diesem Weg ein gutes, freudiges und vom Herrn gesegnetes neues Jahr wünschen. „Fürchte dich nicht, glaube nur!“, so lautet das Jahresmotto 2026.
Auf den ersten Blick könnte dieses Motto kraftlos, ja sogar abgedroschen wirken. Dabei haben wir doch so viele Ursachen und Lebensverhältnisse, die uns immer wieder Furcht und Angst bereiten. Und dieser Macht der Ereignisse auf dieser Welt und in unserem Leben sollen wir einfach nur unseren Glauben entgegensetzen?
Doch dieses Jahresmotto will uns vielmehr sagen: unterschätze nicht die Kraft deines Glaubens! Ja, entdecke erneut die Kraft deines Glaubens. Dabei denke ich an die Worte aus der Heiligen Schrift in 1.Johannes 5,4.5: „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?“
Dieser Glaube ist unser Zugang zu einer lebendigen, erfahrbaren Gottesbeziehung. Karl Gerok (1815-1890, Dichter und Theologe in Stuttgart) bringt dies in seinem Gedicht zum neuen Jahr so schön auf den Punkt:
Zum neuen Jahr den alten Vater,
Des starker Arm die Welten hält;
Er hat sein Volk seit grauen Tagen
Auf Adlersflügeln treu getragen,
Ihm sei die Zukunft heimgestellt;
Zum neuen Jahr den alten Vater,
Des starker Arm die Welten hält!
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen,
Ein Hoffen auf den Tag des Herrn;
In täglicher Erwartung stehen
Und freudig ihm entgegengehen,
Wir wissen’s fest: Er ist nicht fern;
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen,
Ein Hoffen auf den Tag des Herrn.
(Hinweis: diese Strophe stammt nicht aus der Feder von K. Gerok, sondern wurde später durch einen unbekannten Autor hinzugefügt)
So wünsche ich uns allen ein Jahr 2026, in dem wir immer wieder mit der Kraft des Glaubens Wege finden, um aus den Sorgen und Herausforderungen gestärkt hervorgehen zu können. Der allmächtige Gott wird uns in den Gottesdiensten dafür immer wieder Anleitung geben und in seinem Heiligen Abendmahl die erforderlichen Überwinderkräfte vermitteln.
Mit herzlichen Grüßen,
Bernd Rinderknecht