Nach einer Pause von 11 Wochen ohne Gottesdienstgemeinschaft in der Kirche finden seit Mittwoch 3. Juni 2020 wieder Präsenzgottesdienste in der Neuapostolischen Kirche in Sindelfingen statt.
Nach umfangreichen Vorbereitungen zur Umsetzung des von der Kirche ausgearbeiteten Hygienekonzeptes war es wieder möglich, Gottesdienstgemeinschaft in der Kirche zu erleben. Auch wenn die äußeren Umstände noch nicht wieder so sind wie vor der Corona-Pandemie, so ist es doch schön, Wort und Gnade wieder „live“ vom Altar aus zu erleben.
In den vergangen vier Wochen war Manches fast zur Routine geworden. So scheint es fast schon normal, nach dem Gottesdienst alles zu desinfizieren. Anderes, wie die „distanzierte Begrüßung“, wird sich aber vermutlich nie gut und richtig anfühlen.
Am Mittwoch, dem 1. Juli 2020, überraschte Apostel Jürgen Loy die Gemeinde mit seinem Besuch. Während zu solchen Gelegenheiten sonst zahlreiche weitere Gemeinden aus dem Kirchenbezirk Sindelfingen zu Gast sind, konnte der Gottesdienst dieses Mal in einer sehr entspannten und fast schon familiären Atmosphäre gefeiert werden. Als Grundlage des Gottesdienstes diente das Bibelwort aus 1. Korinther 1,9 „Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“ Ein Predigt-Schwerpunkt war, dass Gott immer in die Gemeinschaft rufen möchte. Und zwar nicht erst in ewige Gemeinschaft, sondern schon hier und heute in vielfältiger Weise.
In der Überleitung zur Feier des Heiligen Abendmahls übertrug der Apostel die „Abstandsregel“ sowie den „Mundschutz“ auf eine geistige Ebene, indem er empfahl, Abstand zu halten zu dem, was uns bzw. unsere Seele angreifen will, also von der Sünde und von allem, was uns nicht gut tut. Der „Mundschutz“ verhindert, dass von unserem Mund beim Sprechen eine Gefahr für andere ausgehen könnte, was er mit der Wachsamkeit über die „Macht der Zunge“ verglich. Wer seine Zunge im Zaum hält, so dass nichts Verletzendes, nichts Verurteilendes, nichts Vernichtendes den Mund verlassen kann, trägt einen solchen „Mundschutz“ geistiger Art.