Liebe Glaubensgeschwister, Tag für Tag erreichen uns Nachrichten, die von Krisen und Sorgen erzählen. Sie lassen uns nicht unberührt – denn wir leben mitten in dieser Welt und tragen ihre Lasten mit. Doch gerade im Advent dürfen wir uns erinnern: Es gibt eine andere Nachricht, eine frohe Botschaft, die stärker ist als alle Dunkelheit. Gott ist Mensch geworden. In Jesus Christus hat das Licht die Welt betreten – und dieses Licht erlischt nicht.
Der Prophet Sacharja ruft uns zu: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“ Dieses Wort weist uns den Weg: Advent ist die Zeit der Erwartung, die Zeit des Wartens auf den Herrn, der helfen und retten kann.
Warten im Advent bedeutet nicht Stillstand. Es ist ein Warten voller Hoffnung, voller Vorbereitung und Freude – auf das Kommen des Herrn Jesus. Wie es Philipp Friedrich Hiller schon im 18. Jahrhundert sang:
„Wir warten Dein, o Gottes Sohn,
und lieben dein Erscheinen.
Bald ist die Wartezeit entflohn,
bald kommst du zu den Deinen.“
Die festlich geschmückten Altäre in unseren Kirchen sind sichtbare Zeichen dieser Freude. Sie verkünden ohne Worte: Hoffnung und Frieden sind mitten unter uns.
Allen, die mit Liebe und Hingabe unsere Kirchen für den Advent bereitet haben, gilt ein herzliches Dankeschön.
Möge beim Betrachten dieser Bilder eine stille Freude in unsere Herzen einziehen und uns mit dem Frieden erfüllen, den Christus verheißen hat.
Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen zum Advent
Euer Bernd Rinderknecht