Der Adventskalender neigt sich dem Ende zu, endlich kommt das Christkind oder in anderen Regionen Deutschlands auch der Weihnachtsmann - endlich ist Weihnachten – viele Vorbereitungen bis zum Fest neigen sich zu Ende – Kinder und auch Erwachsene erwarten sehnsüchtig die Geschenke.
Aber halt: nicht jeder bekommt ein oder auch mehrere üppige Weihnachtsgeschenke – auch hier bei uns in der Gemeinde Grafenau helfen wir Menschen mit der Aktion Wunschbaum, um bedürftigen Menschen wenigstens eine kleine Freude und ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Hat nicht die Selbstverständlichkeit in unserem Alltag Einkehr gehalten? Ganz selbstverständlich gibt es Geschenke, ein köstliches Essen, Feiern mit Familie und Freunden zum Weihnachtsfest. Ist es auch noch selbstverständlich, dass wir die Bedeutung von Weihnachten kennen? Feiern wir denn als Christen nicht Weihnachten und beschenken uns, weil wir bis heute – 2021 Jahre nach Christus Geburt – uns immer noch über den Erlöser freuen, der all die Plagen und das Leid am Kreuz auf sich genommen hat, nur um uns von der Sünde zu erlösen? Hat dies noch Bedeutung für uns?
Wie selbstverständlich ist es, mit seinen Lieben Weihnachten feiern zu können? Manch einer hätte sich nicht im Traum denken können, dass in einem Jahr sein Liebster, seine Liebste nicht mehr unter uns ist und das Weihnachtsfest alleine verbringt. Vielleicht wegen Corona oder anderen Krankheiten? Was mag in diesen Menschen vorgehen? Hätte man doch das letzte Weihnachten sehr viel mehr genossen, vermutlich den Familienstreit gar nicht erst aufkommen lassen, die ein oder anderen unschönen Worte lieber bleiben lassen, wenn man gewusst hätte, dass es das letzte gemeinsame Weihnachten war?
Lassen wir anstatt Selbstverständlichkeit doch die Dankbarkeit für die vielen kleinen und großen Dinge als Motto für dieses Weihnachten und für das kommende Jahr zum Vorsatz nehmen - zum Weihnachtsfest tut die Besinnung auf Dankbarkeit für alles, was unser Leben lebenswert macht, besonders gut. Denn nichts von alledem ist selbstverständlich. Auch wenn es manchmal so scheint.
Ein gesegnetes und dankbares Weihnachtsfest an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger wünscht die Neuapostolische Kirchengemeinde Grafenau.
Text Anette Lörcher