Jetzt haben wir schon bald den 3. Advent – man hat den Eindruck, dass die Adventszeit viel schneller vergeht als andere Tage. Aber ist es vielleicht auch die stressige Zeit vor Weihnachten, bei der wir meinen, die Zeit rennt uns davon?
Spricht man aber mit den Kindern, dann vermitteln sie eher das Gefühl, dass die Zeit so gar nicht vorüber geht, bis endlich Weihnachten ist.
Zwei unterschiedliche Empfindungen für ein und dasselbe Fest, denselben Termin - nämlich das Weihnachtsfest.
Das mag uns erinnern: Advent = Zeit des Wartens
Mit der Adventszeit hat das neue Kirchenjahr begonnen – die Zeit der Erwartung des Herrn, des Erlösers, dessen, der helfen und retten kann: Jesus Christus.
Warten im Advent meint aber nicht nur herumstehen oder nichts tun. Warten meint vielmehr sich bereit machen und vorbereiten, mit Hoffnung und Freude – auf das Kommen des Herrn Jesus.
Wartest du auch?
Bist du bereit zu warten? Und wie wartest du?
Im Liedtext von Philipp Friedrich Hiller (1767) wurde das schön zum Ausdruck gebracht:
Wir warten Dein, o Gottes Sohn,
und lieben dein Erscheinen.
Bald ist die Wartezeit entflohn,
bald kommst du zu den Deinen.
Wer an dich glaubt,
erhebt sein Haupt
und sieht dir froh entgegen;
du bringest Himmelssegen.
Text: Anette Lörcher
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