40 Tage nach seiner Auferstehung an Ostern blieb Jesus noch auf Erden. In dieser Zeit konnte er einige Begegnungen nutzen, um seine Jünger zu stärken und den Plan Gottes zu erklären. Denn bereits vor der Kreuzigung hatte Jesus seinen Jüngern alles vorhergesagt, doch sie konnten es damals nicht wirklich begreifen. Als Jesus gekreuzigt und sein Grab an Ostern leer vorgefunden wurde, war die Verwirrung groß. Also waren viele Gespräche und Begegnungen nötig, um den Jüngern und späteren Aposteln aufzuzeigen, was geschehen war und wie sie in seinem Sinne den Weg weitergehen sollten. Schließlich war die Zeit gekommen, sich zu verabschieden und zu seinem himmlischen Vater zurückzukehren. Jesus‘ Himmelfahrt war also gleichzeitig eine Heimkehr, was für ein herzliches Wiedersehen wird es mit seinem Vater gewesen sein.
Eine schöne Verbindung zum sogenannten Vatertag, der für viele Menschen heutzutage an Christi Himmelfahrt im Vordergrund steht. Wir feiern unsere Väter, wenig später auch die Mütter, und das ist auch völlig in Ordnung. Vergessen wir dabei jedoch auch nicht die Väter, die bereits ihre persönliche Himmelfahrt hinter sich haben. Aber nicht nur die Väter, sondern auch die Mütter, Kinder, Freunde und Verwandte. Egal aus welchen Gründen wir unsere Lieben gehen lassen müssen, wir glauben fest daran und sind uns gewiss, dass sie nicht einfach weg sind. Sie befinden sich nur in einer anderen Welt, einer anderen Dimension, einem anderen Himmel. Wir schauen mit einem Seufzen zu den Wolken hoch und schicken einen Gruß in den Himmel zu ihnen.
Vielleicht kommt dem einen oder anderen dann auch das Lied von Reinhard Mey in den Sinn, das mich bei einem Trostgottesdienst für einen jungen, lieben Freund sehr berührt hat:
Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein.
Bild und Text: Katja Bruhnke