Am Freitag zuvor konnte nach langer Zeit endlich einmal wieder eine kleine Jugendchorprobe stattfinden. Damit die sangesfreudigen Jugendlichen alle in einem 10-er Ensemble mitsingen konnten, wurde in zwei Schichten geprobt - und am Sonntag im Gottesdienst mit Klavierbegleitung vorgetragen. „Welch ein überragendes Gefühl, endlich wieder vertraute Klänge im Jugendgottesdienst zu hören, wenn auch im kleineren Format“, brachte dann auch Bezirksevangelist Feller zum Ausdruck, der den Gottesdienst durchführte.
Rund 65 Jugendliche aus dem ganzen Bezirk waren nach Magstadt gekommen. Ursprünglich war alles Open-Air auf einem Gartengrundstück geplant. Die Wettervorhersage hat aber schon frühzeitig ein Umplanen eingeleitet und in die Kirche mit festem Dach geführt, was sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen hat.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus 1. Mose 9,9-10: „Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden.“
Bezirksevangelist Feller, stellvertretender Leiter des Kirchenbezirks, erinnerte an den Bund Gottes mit den Menschen, sichtbar im Regenbogen und an die Verpflichtung zur Herrschaft der Menschen über die Schöpfung. Doch Herrschaft bedeute nicht, sich über alle Geschöpfe zu positionieren und die Erde auszubeuten, sondern sorgsam zu sein und sie zu behüten, wie ein Hirte seine Schafe hütet. Es sei Aufgabe eines jeden Einzelnen, achtsam mit der von Gott den Menschen geschenkten Schöpfung umzugehen. Dazu sei eine bewusste Wahrnehmung notwendig, dass in allem ein Stück schöpferische Gottheit stecke.
Priester Jens Morstein, Jugendleiter der Gemeinde Sindelfingen, fügte in seinem Predigtbeitrag hinzu, dass die Ehre der Schöpfung im Kleinen beginne. Jeder könne dies schon im Umgang mit einem Haustier oder in der Begegnung mit Tieren in der Natur im Alltag üben. Auch ein bewusster Einkauf an Nahrungsmitteln und Konsumartikeln gehöre hier mit dazu.
Als das Schlusslied des Jugendchores verklungen war, konnte man spüren, dass viele Jugendliche die schönen gemeinsamen Momente noch etwas genießen und gar nicht sofort ans nach Hause gehen denken wollten. Auch die jugendlichen Sängerinnen und Sänger waren fast nicht mehr zu bremsen und gaben noch die eine oder andere Zugabe.