Einmal pro Monat treffen sich die Gemeindevorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinden des Bezirks Sindelfingen zusammen mit dem Bezirksvorsteher und den beiden Bezirksevangelisten zur Vorsteherversammlung. Diese beinhaltet neben vielerlei organisatorischer Punkte auch stets einen geistlichen Teil.
Am Dienstag, 27. Juni, trafen sich die Bezirks- und Gemeindeleiter des neuapostolischen Kirchenbezirks Sindelfingen auf dem Friedhof in Renningen. Dort wurde vor einigen Jahren aus einer Initiative der evangelischen, katholischen und neuapostolischen Kirche, der Renninger Hospizgruppe sowie einiger örtlicher Handwerker ein Trauerweg installiert.
In Form eines Pfades werden die Phasen der Trauer dargestellt. Er führt symbolisch durch verschiedene Stationen, die häufig den Trauerprozess begleiten. Der Trauerweg soll dazu beitragen, den Tod vom Rande der Gesellschaft in die Mitte des Lebens zu holen und ein Versuch sein, unseren Friedhof vom reinen Trauerort zu einem Ort des Gedenkens und der Meditation zu verwandeln.
Priester Ruthardt, der Mitglied der Projektgruppe ist und regelmäßig Führungen begleitet, gab den Vorstehern vertieften Einblick in die einzelnen Trauerstationen. Als ehrenamtliche Seelsorger begleiten die Vorsteher regelmäßig Gläubige bei der Trauerverarbeitung, die durch viele verschiedene Lebenssituationen ausgelöst werden kann.
Am Ende dieses Zusammenseins haben die Vorsteher auf dem Friedhof gemeinsam für die vielen Verstorbenen, Trauernden und Belasteten gebetet. Dieser Abend war auch eine besondere Einstimmung auf den bevorstehenden Sonntag, an dem in besonderer Weise der Verstorbenen gedacht wird.