„Es ist mir eine große Freude, dass wir heute die Grundsteinlegung der Kirche miteinander erleben und feiern. Wir stehen mitten auf der Baustelle. Neues ist bereits sichtbar. Unsere neue Kirche entsteht.“ Mit diesen Worten begrüßte Bischof Bernd Bornhäusser am Freitagnachmittag, 22. März 2019, bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Besucher.
Herr Haas, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Städtebau, der das Bauvorhaben bereits seit mehr als zwei Jahren begleitet, lobte den intensiven und fruchtbaren Dialog mit den Vertretern der Abteilung Bau und Unterhalt der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. In seiner Rede zeigte er sich freudig überrascht über die Anwesenheit der vielen jungen Gemeindemitglieder, die an dem Neubau der Kirche interessiert sind - eine Kirche, die nicht am Rande der Stadt in einem Industriegebiet entsteht, sondern mitten im Herzen dieses Stadtteils verankert ist.
„Für einen Architekten ist es heutzutage eine besondere Aufgabe, in dieser hektischen Welt ein Kirchengebäude zu schaffen, in dem die Gläubigen zur Ruhe kommen und gemeinsam Gottesdienst feiern können“, so Herr Dr. Oliver Braun vom Architekturbüro Ackermann + Raff. In seinen weiteren Ausführungen erläuterte Dr. Braun die architektonischen Grundzüge des entstehenden Kirchengebäudes. Die neue Kirche wird künftig 220 Gottesdienstbesuchern Platz bieten. Alle Räumlichkeiten sind barrierefrei erreichbar. Das Leben in der Gemeinde kann in multifunktionalen Mehrzweckräumen stattfinden. Zur Einweihung im Herbst 2020 wird eine Pfeiffenorgel auf einer Orgelempore erklingen.
Zusammen mit den Kirchenmitgliedern befüllte der Gemeindevorsteher Jürgen Wittlinger zum offiziellen Startschuss des Kirchenbaus einen Dokumentenkoffer für die Nachwelt, darunter von den Kindern bemalte Steine, ein Gesangbuch mit allen Unterschriften der Senioren, einen USB-Stick mit einer Tonaufnahme des Gemeindechors, eine Kirchenchronik, eine aktuelle Tageszeitung, Fotos aller Kirchenmitglieder und vieles mehr.
Knapp anderthalb Jahre Bauzeit sind für das Vorhaben kalkuliert, das in der Zeppelinstraße 48 verwirklicht wird.
„Wir wünschen uns eine Kirche, in der alle, die dort einkehren, Gott loben und preisen, Gottesdienste feiern und herzliche Gemeinschaft zur Stärkung und zum Trost erleben. Und eine Kirche, die auch als Zeichen für christliches Leben in einer säkularisierten Gesellschaft dienen mag.“ so Bischof Bornhäusser. Die Grundsteinlegung endete mit einem gemeinsamen Gebet und einem Chorvortrag.