Über 30 Personen sind am 2. Dezember der Einladung des Projekts „Dem Himmel nah“ in die Evangelisch-methodistische Kirche gefolgt – und waren von den Impulsen zum Thema und vom Austausch so berührt, dass sie noch lange beieinander blieben und in vielen Gesprächen das Gehörte vertieft und Beziehungen gestärkt haben.
„Beten wirkt“ – so hatte Steffen Stürner von der Neuapostolischen Kirche seinen Impuls überschrieben. Er knüpfte mit seinem Beitrag zum Vater-Unser-Gebet an die Gedanken David Holistats an, der den jüdischen Blick auf das Beten zugänglich machte und an Beispielen vertiefte, die er auch in hebräischer Sprache vortrug. Imam Nooruddin Ashraf von der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde erläuterte die muslimische Sicht auf das Gebet – seine Beispiele und seine Erklärungen zu Gebetshaltungen und -Zeiten stießen auf großes Interesse. Den Abschluss bildete der Beitrag von Diana Neubrand. Sie stellte in Ihrem Impuls nicht nur die Gebetspraxis der Bahà’i dar, sondern aufgrund vieler Nachfragen auch Basiswissen zu dieser jüngsten Weltreligion. Andreas Senn, der Moderator des Abends, fasste die Eindrücke so zusammen: Die Menschen in verschiedenen Religionen beten unterschiedlich – vieles aber ist allen gemeinsam: Beten ist ein Beziehungsgeschehen; es vertieft unsere Beziehung zu Gott, zum Heiligen; es gibt uns Orientierung im täglichen Leben, es kann reinigende Wirkung auf die Seele haben und unseren Alltag ordnen.