Schon feiern wir den zweiten Advent, die zweite Kerze am Adventskranz darf angezündet werden. Was verbinden wir mit der Zahl zwei? Sie ist eine sehr harmonische Zahl, denn man denkt oft gleich an ein Paar: die Beziehung zwischen zwei Menschen, von Vater oder Mutter zum Kind, zwei beste Freunde, zwei Arme, zwei Beine, ein Paar Schuhe. Man kann diese Reihe fast unendlich fortsetzen, immer wieder begegnet uns die Zahl zwei, ein Paar.
„Bei Allem was mir heilig ist…“ – diesen Ausspruch, manchmal als Schwur vorgebracht, hört man öfter, wenn Menschen etwas bekräftigen wollen. Sei es, um ihre eigene Unschuld zu beteuern oder um eine flehentliche Bitte vorzutragen. Doch muss man sich manchmal fragen: was ist uns denn wirklich noch heilig? Die Familie, Freunde, Wahrheit – die Schöpfung gar?
In diesen Tagen ist Pfingsten für viele Menschen nicht mehr als ein langes Wochenende. Doch eigentlich ist Pfingsten der dritthöchste Feiertag im christlichen Kirchenjahr, neben Weihnachten und Ostern, und gilt auch als Geburtstag der Kirche Christi. Der Name Pfingsten wird vom griechischen Wort "pentecoste hemera" abgeleitet, was soviel wie der 50. Tag bedeutet – im Christentum bedeutet Pfingsten das Fest der Entsendung des Heiligen Geistes auf die Apostel und damit die Entstehung der Kirche am 49. Tag nach dem Ostersonntag. Im Judentum wird ebenfalls Pfingsten am 50. Tag nach Pessach (Ostern) gefeiert. Insofern gibt es Gemeinsamkeiten, die auch nach der Trennung von Christentum und Judentum beibehalten wurden.